Schwimmen lernen

Die 5 größten Fehler beim Schwimmenlernen

Der fünfjährige Moritz ist an der Reihe:
Er springt in das Becken und schwimmt mit verzerrtem Gesicht. Der Schwimmlehrer läuft am Beckenrand mit ihm mit und ruft: “Super, du schaffst das!”
Moritz schwimmt zum Rand, doch der Schwimmlehrer schiebt ihn mit der Schlaufe einer langen Stange vom Rand weg. Moritz soll heute ein kleines Stück weiter schwimmen als letzte Woche.

Ich sehe in den Schwimmkursen viel zu oft Angst, Verunsicherung oder Beteilungslosigkeit und viel zu selten Freude.

Das Ergebnis unserer Schwimmunterrichtskultur ist angesichts ihres militärischen Charakters wenig überraschend:

Die meisten Erwachsenen halten sich irgendwie über dem Wasser, anstatt den Auftrieb zu nutzen und ins Gleiten zu kommen.

Anstatt sich optimiert und dadurch kraftsparend zu bewegen, anstatt den ganzen Körper einzusetzen, rudern sie unkoordiniert mit den Armen.

Für diese schlechte Bewegungsqualität müssen viele Kinder schmerzliche bis traumatische Erfahrungen hinnehmen.

Doch es gibt einen Ort, in dem sich Kinder mit einer fantastischen Bewegungsqualität bewegen und mit größter Freude schwimmen lernen.

Ich lade Dich ganz herzlich ein, Dir zunächst anzuschauen, wie sie sich im Wasser bewegen:

In diesem Artikel erfährst Du, welche Fehler zu der schlechten Bewegungsqualität und damit zum unsicheren Schwimmen führen.

1. Länge der Schwimmkurse

Üblicherweise dauert ein Schwimmkurs zehn Stunden mit dem Ziel das Seepferdchen zu machen.

Viele Kinder nehmen vorher an einer Wassergewöhnung teil.

Die Kinder sollen also in einer sehr kurzen Zeit als Landwesen lernen, sich im Wasser fortzubewegen.

Übertragen wir diesen Anspruch auf das Laufenlernen: Ich kenne kein Kind, dass in einem zehnwöchigen Kurs laufen gelernt hat.

Selbst Erwachsene brauchen nach Unfällen Monate, bis sie wieder – ohne sich zu konzentrieren – laufen können -, obwohl sie diese Bewegungen bereits gelernt haben.

Während das Laufen lernen kostenlos ist, sind Schwimmkurse teuer.

Für die meisten Familien zu teuer, um sie jahrelang zu finanzieren.

Also müssen Schwimmschulen in kürzester Zeit Ergebnisse vorweisen.

Schenke Deinem Kind die nötige Zeit, um sich mit dem Element Wasser vertraut zu machen.

Es wird sich mit vielen Themen wie z. B. der Atmung oder dem Auftrieb beschäftigen – Stück für Stück in seinem Tempo und seiner Reihenfolge.

Der komplexe Weg zum kraftsparenden, optimierten Schwimmen

  1. Schwerkraft und Auftrieb spüren

Sich im Wasser sicher und selbstverständlich fortzubewegen, ist wie das Laufen lernen auf einem fremden Planeten: Die Schwerkraft wird durch das Wasser kompensiert. Setzen wir uns im Wasser auf eine Treppe, müssen wir selbst das Sitzen neu kalibrieren. Denn der Auftrieb sorgt dafür, dass die Beine aufwärts kommen.

2. Atmen lernen und die Atmung mit den Bewegungen koordinieren

Wollen wir tauchen oder uns im Wasser fortbewegen, müssen wir auch die Atmung neu kalibrieren. Wir müssen erst lernen, dass und wie wir unter Wasser ausatmen können, wann, in welcher Menge und womit (Nase oder Mund) wir Luft holen.

Aufrieb und Atmung sind nur zwei von sieben Bestandteilen des komplexen Weges bis zum sicheren und selbstverständlichen Schwimmen.

2. Fortbewegung

Schwimmkurse haben das Ziel, den Kindern das Schwimmen beizubringen.

Schwimmen wird automatisch mit der Fortbewegung gleichgesetzt.

Doch die Fortbewegung in der Bauchlage oder auf dem Rücken sind erstmal Konzepte von Erwachsenen.

Lassen wir die Kinder im Wasser in Ruhe ihre Erfahrungen machen, verfolgen sie zunächst viele andere Ziele:
– springen vorwärts und rückwärts,
– gießen,
– Gegenstände die sinken und die nicht sinken treiben und tauchen lassen,
– möglichst tief tauchen

und vieles, vieles mehr, das sie, für uns kaum merklich, zum sicheren Schwimmen führt.

Sich an der Wasseroberfläche vorwärts zu bewegen ist sicherlich für alle Kinder irgendwann eine tolle Aufgabe, doch es ist nicht ihr einziges und erstes Ziel.

Lass Dich von Deinem Kind überraschen, welchen Weg es im Wasser geht!

3. Brustschwimmen

“Schwimm richtig!”, rief ein Vater seiner Tochter zu, als sie voller Freude hundelte.

Richtig bedeutet in Deutschland Brustschwimmen.

“Brustschwimmen ist eine der schwierigsten Schwimmtechniken auch beim Schwimmsport”, sagte Anja Kerkow auf dem Kinder-in-Bewegung-Kongress und doch halten die Schwimmvereine in Deutschland daran fest.

Das Erlernen des Brustschwimmens vor dem Kraulen ist wie das Beibringen des Springens einem Baby bevor es laufen kann.

Darüberhinaus ist das Brustschwimmen für Kinder ohne einzutauchen eine körperliche Überforderung:

“Viele Eltern denken, dass ihr Kind, sobald es mit den Schwimmflügeln alleine vorwärts kommt, ohne weiteres mit dem Schwimmen lernen beginnen kann. Dann fangen sie oftmals an, ihnen ein paar Schwimmzüge im “Entenschwimmstil” über Wasser zu zeigen. Dies ist nicht optimal, da das Verhältnis vom Kopf zum Körper bei Kindern noch nicht dem eines Erwachsenen entspricht. Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper noch zu groß und zu schwer. Deshalb ist das dauerhafte Heben des Kopfes im Wasser für das Kind äußerst anstrengend.”, schreiben die Autoren der Schwimmschule Gimpifrosch.

schwimmen lernen brustschwimmen

Die Autoren des Zwergperten-Shops zeigen den gravierenden Unterschied im Kopf-Körper-Verhältnis zwischen Kindern und Erwachsenen.

Die besten Schwimmer kommen aus den USA und Australien, zwei Länder, die in Schwimmschulen mit dem Kraulen beginnen.

Auch die Kinder der Seenomaden, die bereits mit acht Jahren bis zu 12 m tief tauchen können, kraulen, wenn sie an der Wasseroberfläche vorwärts kommen wollen – das ergaben meine vierwöchigen Beobachtungen und Filmaufnahmen bei zwei Seenomadenvölker.

Lass also Dein Kind sich sein Kraulen selbst erarbeiten.

4. Anweisungen und Übungen

Aus den Forschung von Emmi Pikler oder Ágnes Szántó vor 60 Jahren wissen wir was es bedeutet, wenn sich Kinder Bewegungsformen in ihrem eigenen Tempo und selbständig – also ohne Anweisungen und Übungen und sonstigen Störungen – erarbeitet haben.

Ihre Bewegungsqualität ist fantastisch.

Sie erleben Bewegung nicht als Anstrengung, sondern verbinden es mit Leichtigkeit und Freude.

Sie sorgen gut für sich, kennen ihre Grenzen und setzen die Muskelkraft optimal ein.

Dank jahrzehntelanger Arbeit und Forschung von Anja Kerkow wissen wir, dass für das Erlernen von Bewegungen im Wasser die gleichen Prinzipien gelten.

Anweisungen und Übungen bringen den Lernprozess an Land und Wasser dramatisch durcheinander.

Durch vorschnelle Übungen und Anweisungen werden Kinder von ihrem eigenen Weg im eigenen Tempo abgelenkt.

Wer wäre eine Schwimmlehrer, ohne dass er Anweisungen erteilt, ihre Ausführungen beurteilt, das Tempo und Reihenfolge von Übungen festlegt.

Er würde sich als überflüssig vorkommen und seine Identität verlieren.

Kinder brauchen niemanden, der ihnen Anweisungen gibt.

Sie brauchen einen liebevollen, respektvollen BEGLEITER.

Jemanden, der ihnen einen sicheren Raum zum Ausprobieren gibt und sie selbstverständlich in der Not aus dem Wasser fischt.

Der Begleiter stellt keine Erwartungen, misst nicht, beurteilt nicht.

Er nimmt das Kind wahr, anstatt es zum Objekt einer Methoden zu degradieren.

Für diese Rolle brauchen alle Lehrer Vorbilder und vor allem Erfahrungen am eigenen Körper, Fähigkeiten aus sich selbst heraus zu entwickeln.

5. Schwimmhilfen

schwimmen lernenDiese Seenomaden-Kinder von Mu Koh Surin tauchen bis zu 12 m tief ohne Ausrüstung und haben weder an einem Schwimmkurs teilgenommen, noch jemals eine Schwimmhilfe gesehen. Foto: Evelyn Podubrin

Ist ein Kind mit Schwimmhilfen sicher?

Ganz klar nein.

Auf jeder – zumindest in Deutschland zugelassener – Schwimmhilfe finden wir den Hinweis, dass Schwimmhilfen unsere Aufsicht nicht ersetzen können.

Doch viele Eltern wiegen sich mit Schwimmflügeln in Sicherheit.

Mit Schwimmhilfen nehmen wir jüngeren Kindern die Möglichkeit, z. B. an einer Treppe die ersten Erfahrungen mit dem Auftrieb zu machen.

Mit Schwimmhilfen lernen Kinder, dass sie über dem Wasser gehalten werden.

Aber dass das Wasser sie auch ohne Schwimmhilfen trägt, können sie nicht spüren.

Schwimmnudeln und Schwimbretter sollen die Kinder in die richtige Wasserlage bringen – schließlich machen es doch die Kinder falsch: sie bewegen sich in nahezu senkrechter Körperhaltung vorwärts.

Schwimmlehrer wollen die Kinder sofort in eine richtige Position bringen, ohne anzuerkennen, dass das senkrechte Schwimmen ein Zwischenschritt zum waagerechten Schwimmen ist.

Lass zu, dass Dein Kind diese Schritte selbständig geht.

Es wird nach und nach die Wasserlage optimieren – schließlich ist der Körper faul: Er sucht von sich aus die kraftsparendste Art, sich fortzubewegen.

6. Beziehung

Und hier noch ein sechster Fehler:

Vor wenigen Monaten telefonierte ist das erste Mal mit Olaf.

Olaf ist Papa einer inzwischen fünfjährigen Tochter.

Die beiden gehen seit ca. drei Jahren zu den Rochenkindern.

“An den Rochenkindern fasziniert mich die Hochzeit aus Beziehung und dem Schwimmen”, sagte Olaf am Telefon.

In dieser besonderen Schwimmschule sind Eltern zusammen mit ihren Kindern solange im Wasser, bis die Kinder für die Trennung bereit sind.

Warum werden eigentlich Kinder ohne Eltern im Schwimmbad unterrichtet?

Lass Dir diese kostbare handyfreie Zeit mit Deinem Kind nicht nehmen.

Gerade im Wasser braucht Dein Kind eine vertraute Person, die es liebevoll und achtsam begleitet.

Dein Kind braucht Dich, wenn es z. B. untergetaucht ist und es sich dabei nicht wohlgefühlt hat.

Sei für Dein Kind die Insel zum Tanken und ein sicherer Hafen.

ZWEI WEGE ZUM SCHWIMMEN

Welcher ist für Dein Kind besser?

Trage Dich ein und Du erhältst kostenlos den Zugang zum Online-Vortrag über zwei Wege zum Schwimmen:

Resümee

Meiner bescheidenen Ansicht nach, ist die Zeit für Alternativen reif – und zwar für Eltern, die ihren Kindern die Langsamkeit und Individualität erlauben.

Der Weg des natürlichen Schwimmen ist für Dich richtig, wenn für Dich das freie Aufwachsen kein Hirngespinst und keine Gefahr darstellt.

Nach 120 Jahren Reformpädagogik und reformpädagogischer Forschung sowie den neuesten Erkenntnissen der Gehirnforschung und der Forschung über das Freilernen steht folgendes fest:  Kinder, die frei aufwachsen, können nicht nur gut für sich sorgen, sondern übernehmen auch deutlich mehr Verantwortung für unsere Gesellschaft. 

Im und am Wasser kennen sie ihre Grenzen und können gefährliche Situationen gut einschätzen.

Vertraue in die natürlichen Wachstumsbedürfnisse Deines Kindes und die ungeheure Intelligenz des Körpers.

Werde gelassen, wie die Eltern der Rochenkinder und erfreue Dich an den kleinen Schritten Deines Kindes, die den meisten Erwachsenen leider entgehen.

Sieh Dir nun die Aufzeichnung des Online-Vortrags mit Anja Kerkow ein.

Du wirst danach bewusst entscheiden können, welcher Weg für Dein Kind richtig ist.

 

Referenzen

Legahn, Uwe: “Mit Brustschwimmen hält man sich gerade so über Wasser” im Interview mit Scheler, Fabian unter: https://www.zeit.de/sport/2017-08/schwimmen-kinder-sicherheit-sommer-dlrg

Haack, Melanie: “Die schlimmsten Fehler beim Brustschwimmen”, unter: https://www.welt.de/sport/fitness/article143879261/Die-schlimmsten-Fehler-beim-Brustschwimmen.html

“Die Geschichte des Brustschwimmens”, unter: https://swimsportnews.de/8122-die-geschichte-des-brustschwimmens

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8 Comments

  • Reply
    Dennis
    17. Januar 2018 at 20:31

    Super Video

    Ich wurde verdutzt angeschaut als ich sagte ich bring dieses Jahr meinen Kindern (3 und 2j.) Das schwimmen bei.

    Als ich gefragt wurde wie, hatte ich geantwortet durch Spiele.
    Keine drei Wochen und das ältere Kind ist eigenständig vom 1Meter Brett gesprungen und kann sich kurzzeitig über Wasser halten ohne schwimmhilfe und taucht super gerne. „fangen“ spielen eignet sich gut um Spaß am nassen Element zu gewinnen. Das jüngere kind liebt es Treppen zulaufen und vom Becken Rand zu springen.

    Aber als ich ohne schwimmflügel die Kinder ins Wasser ließ, war ich das Thema bei uns. Das ich nicht als schlechter und gewissenloser Vater An den Pranger gestellt wurde war, ist auch alles 🙂

    Der Beitrag bestärkt mich unseren weg weiter zu gehen, und wenn die Kids nicht schwimmen können, so hatten wir dennoch viele schöne Stunden voll Spaß und freude.

    Bei diesem Beitrag war die autokorekktur sehr aktiv

  • Reply
    Seepferd Eisen
    22. Januar 2018 at 20:27

    Als Fachangestrllte für Bäderbeziehe kann ich dem nur zustimmen. Leider trifft man immer wieder auf hartnäckige Befürworter des “normalen ” Schwimmkurses mit Brustchwimmen in korrekter Art . ….Da graut es mir ! Ich habe erfolgreich vor allen Behinderten Kindern und welchen mit Wasserangst das Schwimmen beigebracht und wurde von meinen Kollegen trotzdem immer wieder drauf hin gewiesen das ich das doch verkehrt mache.
    Mein erstes Ziel ist es das die Kinder merken wie toll es im Wasser ist und das man dich ohne Mühe über Wasser halten kann .Bloss nicht dieses :Mein Kind muss Seepferdchen haben !
    Gerne würde ich privat solche Kurse anbieten , aber leider sind die Bäder darauf aus möglichst viel Geld mit den Kursen zu machen und bieten eine nicht die Möglichkeit Schwimmkurse mir langer Laufzeit billig anzubieten .
    Vielen Dank für den tollen Beitrag !

    Seepferd

    • Reply
      Thomas Claus
      16. März 2018 at 20:15

      Hallo. Ich finde es auch sehr gut den kids das schwimmen spielerisch bei zu bringen
      Ich selbst bin Rettungsschwimmer darf aber leider keine sogenannten fruhscherkurse geben. Echt schade. Ich habe Kindern von freunden trotzdem das schwimmen bei gebracht. Gut es sind frühschwimmer. Nicht perfekt aber sie konnten sich über die 25 Meter selbst im Wasser bewegen ohne unter zu gehen. Ich habe das auch entgegen allen vorgaben ohne nennenswerte Hilfsmittel vermittelt. Die kids hatten Spass dabei. Erfolg war sichtbar.
      Nur leider darf ein Rettungsschwimmer keine Ausbildung mehr machen. Echt schade

      Meiner Meinung nach wird sich das in späterer Zeit zu unseren Nachteil auswirken. Es wird wieder mehr Nichtschwimmer geben. Vor allem jetzt wo in den Schulen der Sportunterricht auf 1h die Woche eingeschränkt werden soll wegen Lehrermangel in Sachsen.

      Ich finde das leider echt schlimm und beschämend was da so abgeht zu ungunsten der Kinder.

      • Reply
        Evelyn Podubrin
        17. März 2018 at 11:06

        Lieber Thomas,
        vielen Dank für Deinen Bericht. Es wäre für uns spannend zu erfahren, wie Du den Kinder das Schwimmen ‘beibringst’. Bei den Rochenkindern lernen die Kinder frei schwimmen: Das bedeutet, dass sie im Wasser frei spielen, sie stellen sich ihre Aufgaben selbst. Insofern bringen wir ihnen nichts bei, außer auf sich zu hören, bei sich zu bleiben.

  • Reply
    Dörte
    27. März 2018 at 20:32

    Das Video ist sehr berührend. Spaß haben und sich wohl fühlen im Wasser ist doch das beste was einem passieren kann. Ich bin schon früh Pikler Fan gewesen und in diesem Zusammenhang tauchte auch immer wieder das Thema Schwimmen auf hinsichtlich freier Bewegungsentwicklung. Meine Kinder (jetzt 17, 14, 12 J. alt) nahmen nie an einem Schwimmkurs teil. Da ich leidenschaftliche Baderin bin gingen wir bei Wind und Wetter sozusagen ins Freibad, See oder in die Halle. Ich wäre nie auf die Idee gekommen meinen Kindern schwimmen beizubringen. Sie haben ihre ganz eigenen Erfahrungen gemacht auf ihre individuelle Art. Wir spielten viel im Wasser und die Kids eroberten sich dieses Element auf ihre Weise. Erst als sie krabbeln konnten ließ ich sie übrigens zum Babybecken.
    Getaucht haben alle drei zuerst. Die Älteste schwimmt gerne nach Leistung, der Mittlere hielt sich lange beim Hundeschwimmen auf und ging dann zum Kraulen über. Die Jüngste ist am spannendsten, da sie Sicherheiten liebt. Sie forderte immer wieder Schwimmhilfen. Nachdem ich sicher wahr, dass sie sich über und unter Wasser halten kann gab ich ihr nach. Ich merkte, dass ich bei ihr meine Vorstellungen zum Dogma werden ließ statt mich nach ihren Bedürfnissen zu richten. Es gab immer wieder Kompromisse zwischen mit und ohne Schwimmhilfe.

    Mein Lernprozess fand tatsächlich mit Fenja statt. Nie mehr würde ich sagen niemals Schwimmhilfen, wenn das Kind dadurch die Lust am Tun verliert oder sich massiv in seiner Souveränität herab gesetzt fühlt. Aber ich denke, dass eine klare Grundeinstellung zur freien Entfaltung eine wunderbare Basis bildet.

  • Reply
    sarah
    24. August 2018 at 08:50

    wow, hab ich so noch nie gesehen, danke fuer die info!

    • Reply
      Evelyn Podubrin
      28. August 2018 at 09:58

      Bitte 🙂

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